Knapp 18 Jahre haben wir Euch im Karlsruher Nachtleben begleitet. Ein Großteil des heutigen Partyvolkes lag bei unserem Startschuss noch in den Windeln und an viele der damals angesagten Clubs können sich nur noch die Älteren erinnern.

Wir gingen „online“, da war Google nur eine von vielen Suchmaschinen, Facebook und Youtube gab es nicht, die NoAngels hatten die erfolgreichste Single des Jahres, der erste HarryPotter-Film war noch nicht einmal im Kino, im alten Röhren-TV feierte man den Start der Serie „Scrubs“ und unser Bier im Club haben wir noch mit D-Mark bezahlt! Und erinnert ihr Euch noch an die damals angesagten Clubs, von denen es einige schon lange nicht mehr gibt (bspw. Apfelbaum, Nachtcafe, Unterhaus, X-Club, ...).

Entstanden aus der Idee zweier Jugendfreunde, die sich immer geärgert hatten, dass man keine Infos zu den Clubs / Discotheken und deren Partys findet, leistete KA-NIGHTLIFE hier wahre Pionierarbeit. Es gab einfach nichts Vergleichbares in der Region und als wir bspw. die ersten Partygäste angesprochen haben, ob sie ein Foto machen wollen, war deren verdutzte Antwort oftmals „kostest dies was?“. Partyfotos in Clubs? Sowas gab es einfach hier noch nicht.
Mit unglaublich teuren ersten Digitalkameras bewaffnet, wurden so die ersten Partymomente in den Karlsruher Clubs (in für heutige Verhältnisse unglaublich schlechter Qualität) festgehalten.

Schnell stieg der Bekanntheitsgrad unserer Site, sodass wir nach einigen Jahren in den besten Zeiten täglich 30.000 Besucher und monatlich über 6 Millionen Hits verzeichnen konnten. Viele Nachahmer sind gekommen (und auch wieder gegangen), wir aber haben viele viele Jahre durchgehalten und euch mit News, Infos und Bildern aus der Clubszene versorgt!

Irgendwann kommt jedoch auch für uns die Zeit, in der man Abschied nehmen muss.

Und dies wollen wir natürlich mit einem ganz fetten DANKE an unsere User verbinden!

Es war eine wilde, erlebnisreiche und vor allem geile Zeit mit euch. Woche für Woche, Party um Party
... wir haben mit nahezu einer ganzen Generation im Nachtleben der Region gefeiert.

Aber es ist auch viel passiert in dieser Zeit und das Freizeitverhalten bzw. die Ausgehkultur hat sich immens geändert. Zu Zeiten unserer Gründung war es üblich, dass man jedes Wochenende „on Tour“ war und soziale Kontakte einfach im Real-Life gepflegt wurden. Die Clubs waren sogar unter der Woche gut gefüllt ... heute hingegen haben die meisten Clubs zu kämpfen, wenigstens einen Tag in der Woche „voll“ zu kriegen. Woran dies liegt ist sicherlich vielschichtig und alle Erklärungsversuche sind eben auch nur Versuche. Eines ist auf jeden Fall sicher ... die sogenannten „Sozialen Medien“ vernetzten zwar Milliarden Nutzer weltweit, aber da mittlerweile die Anzahl der „likes“ und die Anzahl der virtuellen Freunde/Follower oftmals wichtiger geworden sind als ein Kontakt im wahren Leben, hat dies das Ausgeh-Verhalten immens beeinflusst.

Es ist schon komisch, wenn wir an die „gute alte Zeit“ zurück denken. An eine Zeit, in der man noch zwanghaft versucht hatte, im Club Blickkontakt zur „Auserwählten“ zu ergattern und letztendlich allen Mut zusammen nahm um sie anzusprechen bevor das Ende der Partynacht die Chance hierauf vorerst abrupt beendet. Man musste einfach am Freitagabend in den Club, woher sonst sollte man den neuesten Tratsch erfahren, die neue Flamme vom besten Freund kennenlernen, die Urlaubserlebnisse erzählt und die Fotos gezeigt bekommen? Heute sehen wir die ersten Bilder schon direkt aus dem Urlaub auf Facebook oder Instagram und sobald bei jemanden angezeigt wird „der Beziehungsstatus hat sich geändert“, erfahren wir mit einem Klick auf das Profil mehr über die neue Freundin des Kumpels, als wir vielleicht „damals“ von der eigenen Freundin selbst nach Wochen wussten. Und wenn jemand Geburtstag hatte, dann gingen wir vorbei oder riefen zumindest noch persönlich an ... heute reicht ein Klick auf „Posten“ unter dem „Wünsche deinen Freunden alles Gute zum Geburtstag“ auf Facebook.

Aber nicht nur die geänderten Gewohnheiten hinsichtlich der Pflege sozialer Kontakte veränderten die Ausgehkultur nachhaltig. In Zeiten von Netflix & Co ist „Couching“ angesagter denn je und der private Serienmarathon ist dank einer schnell eingerichteten WhatsApp-Gruppe leicht organisiert.

Immer neue Regelungen/Gesetze sowie steigende Kosten parallel zu den Änderungen innerhalb der Zielgruppe machen
es den Clubs zudem immer schwerer, durchzuhalten.

Auch gab die „Geiz ist geil“-Mentalität gerade in der letzten Zeit vielen - auch renommierten - Clubs den „Rest“,
weshalb wir nur sagen können: „Support your local clubs“.

Bedanken wollen wir uns deshalb nicht nur bei unseren vielen Nutzern, die uns so lange die Treue gehalten haben. Wir sagen auch Danke an die vielen Clubs und deren Besitzer mit denen wir über so viele Jahre toll zusammen gearbeitet haben.
Unseren Nutzern wünschen wir deshalb weiterhin viel Spaß im Nachtleben der Region und den Clubbesitzern ein „volles Haus“ ... man sieht sich!

 
 
Zum Abschluss nun noch unsere „letzten“ Nightlife-Empfehlungen ... und dann sagen wir „tschüß„
 
unverschaemt
 
Qubes Club
 
En Vogue
 
Topsy
 
 
 
 
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